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Fünf Tipps gegen Halsweh

Lutschen, gurgeln, warm halten – manchmal reichen einfache Maßnahmen aus, um Halsschmerzen wieder loszuwerden
von Apothekerin Barbara Kandler-Schmitt, aktualisiert am 15.03.2017

Besonders wichtig bei Halsschmerzen: Warm halten

Fotolia/Essaka

Halsschmerzen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Oft bilden akute Halsschmerzen den Auftakt einer klassischen Erkältung. Sie wird meist von Viren ausgelöst und zeigt sich durch Schnupfen und erst trockenen, später verschleimten Husten.

Folgende Ratschläge können helfen, die Beschwerden rasch wieder loszuwerden:

1. Lutschen

Das regt die Speichelproduktion an und befeuchtet die Mund- und Rachenschleimhaut. Lutschpastillen mit Isländisch Moos oder Spitzwegerich bilden zudem einen schützenden Film auf der Schleimhaut. Halstabletten enthalten häufig desinfizierende Substanzen wie Cetylpyridiniumchlorid oder Dichlorbenzylalkohol. Bei sehr starken Beschwerden empfehlen sich Lutschtabletten mit schmerzlindernden Wirkstoffen wie Ambroxol, Benzocain oder Lidocain. Lassen Sie sich zu Auswahl und Anwendung in Ihrer Apotheke beraten!

2. Ausreichend trinken

Damit die Halsschmerzen bald wieder verschwinden, sollten Sie reichlich trinken (sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht). Die Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht, und das macht es Erkältungsviren schwerer, in tiefere Bereiche vorzudringen. Neben Wasser haben sich Arzneitees aus der Apotheke bewährt, die eine keimtötende, entzündungshemmende und reizlindernde Wirkung haben. Empfehlenswert sind beispielsweise Teemischungen aus Salbei, Thymian, Kamille, Eibisch, Malve, Spitzwegerich oder Isländisch Moos, eventuell angereichert mit etwas Honig oder einem Schuss Zitronensaft. Die Wärme hat ebenfalls eine wohltuende Wirkung.

3. Gurgeln

Desinfizierende Gurgellösungen und Halssprays verringern die Zahl der Krankheitserreger auf der Mundschleimhaut. In die tieferen Regionen des Rachens gelangen jedoch nur Sprays. Sie enthalten antiseptische Wirkstoffe wie Hexetidin oder Chlorhexidin. Auch Kamillen- oder Salbeitee hemmen Entzündungen und desinfizieren, sie eignen sich nach längerem Ziehen zum Gurgeln und Spülen.

4. Abwehr stärken

Den besten Schutz vor Halsschmerzen bietet eine intakte Mund- und Rachenschleimhaut. Vermeiden Sie deshalb aktives und passives Rauchen sowie ungewohnt lautes, anstrengendes Sprechen. Sorgen Sie in Wohnräumen für ausreichende Luftfeuchtigkeit. Um Erkältungen vorzubeugen eignen sich auch Sauna und Wechselduschen. Sie können das Immunsystem stärken, ebenso wie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.

5. Warm halten

Eine der wichtigsten Strategien gegen Halsschmerzen ist Wärme. Halten Sie den Hals- und Brustbereich warm, beispielsweise mit einem Schal – auch nachts. Besonders wärmend und angenehm zu tragen ist Seide. Vermeiden Sie Zugluft.

Wichtig: Da auch schwerwiegendere Infektionen wie eine bakterielle Mandelentzündung die Ursache sein können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn die Symptome sehr ausgeprägt sind oder länger als drei Tage anhalten, oder mit Fieber, Atemnot oder starken Schluckbeschwerden einhergehen.



Bildnachweis: Fotolia/Essaka

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